Gehen, Bewegung und Gesundheit Auswahl und Pflege von Schuhen
Laufen in barefoot Schuhen bedeutet die Rückkehr zur natürlichen Bewegung. Wusstest du, dass dir diese Art zu laufen zum Beispiel bei Knieschmerzen helfen kann? Wir helfen dir bei der richtigen Auswahl.
Laufen ist ein großes Thema. Heute gehört es zu den beliebtesten sportlichen Hobbys – quer durch alle Generationen. Jede Läuferin und jeder Läufer wird dir bestätigen: Laufen ist nicht gleich Laufen. Auf der Bahn läuft es sich anders als bei einem 100-Meter-Sprint. Und ein Marathon? Das ist eine Herausforderung für sich. Das Gleiche gilt für den Untergrund: Auf Asphalt läuft man anders als auf einer Wiese – und im Wald auf Trails wieder ganz anders. Alle und alles haben aber einen gemeinsamen Nenner – die Schuhe. Wir zeigen dir, wie du die richtigen für deine sportlichen Erlebnisse voller Freude auswählst.
Egal, ob du gerade erst anfängst oder schon ein erfahrener Marathonläufer bist: Es lohnt sich immer, die Fachbegriffe zu kennen, die bei der Auswahl von Laufschuhen häufig fallen. Damit du den Überblick behältst, haben wir ein paar der häufigsten und wichtigsten Begriffe herausgepickt, über die du bei der Suche nach deinen zukünftigen Laufpartnern garantiert stolpern wirst.
Der Höhenunterschied der Sohle zwischen Zehenbereich und Ferse. Bei klassischen Laufschuhen wird er von manchen Verkäuferinnen und Verkäufern sogar empfohlen. Grundsätzlich gilt aber: – Je kleiner der Drop, desto natürlicher ist das Laufen. Bei Barfußschuhen findest du ihn daher nicht. Drop – genauso wie ein Absatz, und sei er noch so klein – widerspricht den natürlichen Bewegungsabläufen des Fußes. Alle barefoot Schuhe haben deshalb einen Null-Drop, also Zero Drop.
Damit ist die Haftung auf nassem und rutschigem Untergrund gemeint. Das sind die Stollen, die dich im Matsch und Gelände „retten“. Bei barefoot Schuhen kann der Grip nicht stark ausgeprägt sein – seien wir ehrlich: Das wäre beim Gehen nicht besonders angenehm. Bei manchen winterlichen und sportlichen barefoot Varianten ist ein leichter Grip jedoch durchaus sinnvoll. Du findest ihn zum Beispiel bei LEGUANO AKTIV oder XERO SHOES MESA TRAIL.
Weniger bekannte, aber bei der Schuhauswahl häufig verwendete Begriffe sind Pronation und Supination. Beides beschreibt den Fußaufsatz. Pronation bedeutet, dass die Person beim Auftreten die Knöchel nach innen kippen lässt – umgangssprachlich „X-Beine“. Die Schuhe sind dann oft an der Innenseite stärker abgelaufen. Supination sind die sprichwörtlichen „Fußballer-“ O-Beine: Hier passiert das Gegenteil, die Knöchel kippen nach außen, und man sieht abgelaufene Außenkanten am Schuh. Beide Arten des Fußaufsatzes können sehr deutlich und schon von Weitem sichtbar sein – oder eher mild, was meist erst eine professionelle Laufanalyse (oder alte, abgetragene Schuhe) zeigt.
Ein rein medizinischer Begriff (manchmal auch Propriorezeption), der den sogenannten Lagesinn beschreibt. Einfach gesagt: das Gefühl, wenn das Gehirn die Bewegungen des Körpers wahrnimmt – welche Muskeln arbeiten und wie sie zusammenspielen.
Wie wählst du die richtige Größe? Eine knifflige Frage bei jedem Schuhtyp – und bei Laufschuhen genauso. Die Basis ist, deinen Fuß richtig zu messen. Am besten zeichnest du deinen Fuß auf Papier nach und misst die längste Strecke. Dazu rechnest du idealerweise 10 mm als Zugabe, damit der Fuß genug Platz für wirklich freie Bewegung hat. Mehr zum richtigen Vorgehen beim Messen findest du im Artikel Wie du deinen Fuß richtig misst.
Wie die Begriffe Pronation und Supination schon andeuten, ist der richtige Fußaufsatz beim Laufen besonders wichtig. Nicht nur, damit die Schuhe nicht einseitig ablaufen. Der Fußaufsatz beeinflusst mögliche spätere Beschwerden und gesundheitliche Probleme – von Waden-, Knie- und Hüftschmerzen bis hin zur Wirbelsäule. Laufen ist körperlich anspruchsvoll, unser Körper wird gefordert – und wir können beeinflussen, wie.
Und zwar, indem wir lernen, unseren Körper wahrzunehmen: die Muskeln zu spüren und zu merken, wie und wo wir auftreten. Dafür sind barefoot Schuhe ideal. Mit ihnen gewöhnst du dir an, nicht nur deine Füße, sondern deinen ganzen Körper natürlich und präzise zu steuern. Keine Sorge: Das klappt – es braucht nur regelmäßiges Üben – am besten regelmäßiges Laufen und bewusstes Dranbleiben.
Wer hätte gedacht, dass so etwas wie eine Socke so viel ausmachen kann – gerade bei sportlicher Belastung. Ist aber so. Denn die Socke funktioniert als Schutz für den Fuß, von außen und von innen. Sie schützt vor Scheuerstellen, Kratzern, Zecken – aber auch vor Schweiß und den nicht gerade beliebten Blasen. Die richtige Funktionssocke hält den Fuß trocken, wärmt im Winter – und es gibt sogar Modelle, die im Sommer angenehm kühlen. Ganz schön viel Wissenschaft für ein paar Socken, oder? Wähle diese „Zwischenschicht“ deshalb sorgfältig aus.
Ein eigenes Thema sind Kompressionssocken und Kompressionsstrümpfe. Wenn du dich schon mal gefragt hast, warum manche Verrückte im Sommer in Kniestrümpfen laufen – hier kommt die Antwort. Dieses „Modeaccessoire“ rundet nicht nur das Laufoutfit ab, sondern hilft vor allem bei der Performance. Es verbessert die Durchblutung und reduziert Muskelvibrationen beim Aufprall – und unterstützt so auch eine schnellere Regeneration nach der Belastung.
Gelände. Bei klassischen Laufschuhen ist das eine der wichtigsten Spezifikationen bei der Auswahl. Und bei barefoot? Dieses Problem fällt weg. Freie Füße mit ausreichend Platz – das ist die Basis aller barefoot Schuhe, und zusammen mit deinem Vertrauen schaffen deine Füße alles: schnelle Wettkämpfe, lange Strecken oder entspanntes Unterwegssein im Wald. Es liegt nur an dir, ob du alles mit einem Paar laufen möchtest oder für Trails XERO SHOES MESA TRAIL und für die Straße zum Beispiel LEGUANO AKTIV wählst.
Zur absoluten Spitze unter den sportlichen barefoot Schuhen gehört die Marke XERO, die eigentlich aus Versehen entstanden ist, wie ihr Gründer Steven Sashen im Interview mit Andrea Součková erzählt hat.
„Die Marke Xero Shoes ist mit naBOSo von Anfang an verbunden – seit 2015. Wir haben barefoot Sportsandalen gesucht und Xero gefunden. Nach und nach kamen sportliche Modelle dazu und inzwischen auch Casual; ich glaube, dass sie in ein paar Jahren der Leader in der barefoot Kategorie sein werden“, sagt Andy Součková.
Xero ist sicher auch deshalb ein Bestseller, weil die Technologie überzeugt und die Schuhe gut sitzen und sich gut festziehen lassen. „In der Performance-Kategorie haben sie keine Konkurrenz. Ich habe alle sportlichen barefoot Modelle zum Laufen ausprobiert – und Xero ist top. Ich bin sicher, das liegt daran, dass Steven sie so baut, als würde er sie für sich selbst machen“, ergänzt Andy.
Schuhe aus der Reihe XERO SHOES HFS sind ideal für harte Untergründe: ultraleicht, dünn und im Zehenbereich angenehm breit. Neu im Jahr 2022 ist der leichte Laufsneaker XERO SHOES ZELEN aus recyceltem und biologisch abbaubarem Material. Für alle, die den Duft des Waldes und Trails lieben, gibt es die Reihe XERO SHOES MESA TRAIL.
Ein absoluter Klassiker, der dich in keiner Situation im Stich lässt, sind die beliebten Marken leguano oder Merrell.

Früher oder später kommt beim Auswählen von Laufschuhen wahrscheinlich die knifflige Frage: Was ist mit der Dämpfung? Bei barefoot gibt es doch keine – leiden dann die Knie nicht umso mehr? Und die Antwort lautet: nein. Wenn du dich an den empfohlenen Einstieg ins Laufen mit barefoot hältst und auf deinen Körper hörst, dann nicht. Wie das geht, liest du in unserem Artikel voller Inspiration und Tipps erfahrener Läuferinnen und Läufer Wie läuft man in barefoot Schuhen?

Vor allem eines: Es ist natürlich. Ja, es ist anders: Du spürst, auf welchem Untergrund du läufst – jeden Stein, jede Unebenheit. Umso mehr verbinden dich die Schuhe mit dem Terrain, und umso mehr konzentrierst du dich darauf, deinen Körper wahrzunehmen. Es ist also anders – und besser. barefoot erlaubt dir, die Kraft des ganzen Fußes bis in die Zehenspitzen voll zu nutzen, und bringt dir bei, natürlich zu laufen und zu landen – also auf dem Vorfuß oder mit dem ganzen Fuß.
Du bist noch unsicher? Schau dir unser Angebot an Laufschuhen an – das überzeugt dich ganz von selbst.
TIPP: Für ein noch intensiveres Bewegungserlebnis sowie eine bessere Durchblutung und Fußfunktion nutze sensomotorische Einlagen für Schuhe. Nach dem Training gönn deinen Füßen ein paar Minuten Entspannung mit dem Massageball Neuro Ball.


Sie befinden sich derzeit auf www.premiumbarefoot.ch