Geschichten und Marken Gehen, Bewegung und Gesundheit
Lies das Interview mit Vlaďka Botlíková, Trainerin für gesunde Bewegung. Sie zeigt dir, wie du Schmerzen (nicht nur) in den Füßen loswirst und wieder einen gesunden Körper und einen leichten Schritt genießen kannst.
Eine lächelnde, aktive Frau, Reisende, Autorin von Online-Trainingskursen, Leiterin von Offline-Kursen für gesunde Bewegung und nicht zuletzt Liebhaberin des Barfußgehens und von Barfußpfaden. Vlaďka gehört zu den ersten Kundinnen von naBOSo – und ist bis heute treu. Ihr Weg zu Barfußschuhen ähnelt dem von Andrea Součková – gesundheitliche Probleme, die diese bequemen Schuhe gelindert haben.

Ja, ich habe zuerst an der FTVS unterrichtet und jetzt seit mehr als 28 Jahren an der ČVUT in Prag. Zum einen gesundheitsorientiertes Training für Studierende mit Rückenschmerzen, zum anderen praktische Stunden Gruppentraining mit Patientinnen und Patienten für angehende Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten – und außerdem Kurse „Gesunder Rücken“ für Lehrkräfte, Mitarbeitende und Studierende des dritten Lebensalters an der ČVUT.
Daneben veranstalte ich für die Öffentlichkeit Seminare, die auf die Regeneration von Rücken und Füßen spezialisiert sind. Einen echten „Wendepunkt“ gab es eigentlich nicht – an der ČVUT bin ich weiterhin tätig, ich widme mich nur inzwischen stärker Erwachsenen und Seniorinnen und Senioren und nach den Erfahrungen mit Covid auch der Erstellung von Online-Kursen.

In meine regelmäßigen Stunden kommen zum einen aktive Menschen, die entweder eine Verletzung hinter sich haben und aktuell nicht voll Sport treiben können, oder die unter akuten bzw. chronischen Schmerzen des Bewegungsapparats leiden – die Jüngeren vor allem durch sitzende Arbeit, die Älteren dann auch altersbedingt.
Oder sie möchten all dem vorbeugen und trainieren präventiv. In eintägigen Intensivseminaren und in Online-Kursen unterrichte ich dann diejenigen, die bereits größere Probleme haben – ob mit dem Rücken oder mit den Füßen – und schnell „den Brand löschen“ wollen. Und auch diejenigen, die gern etwas Neues dazulernen möchten, damit nichts weh tut.

Im Live-regelmäßigen Trainingskurs erhält man in drei Monaten (12 einstündige Einheiten) ein Set erprobter Übungen, die sich für die tägliche Selbstfürsorge eignen: Lockerungsübungen fürs Aufwachen am Morgen, eine kurze Dehnroutine, einfache Kräftigungsübungen, bei denen der ganze Körper effektiv mitarbeitet, und Bonusübungen zur Verbesserung von Koordination oder Gleichgewicht.
In den eintägigen Seminaren mit Fokus auf Fußsohlen und Beine probiert man eine große Menge – auch ungewöhnlicher – Hilfsmittel zur Schmerzlinderung aus, lernt Tipps zum Aufwärmen der Füße sowie Übungen, um den Zustand schmerzender Fußsohlen und deformierter Zehen zu verbessern. Alles findet man übersichtlich auch im Online-Kurs Übungen für die Füße – inklusive einer detaillierten Anleitung zur Selbstuntersuchung der Füße.

Ich mag eine einfache Übung zur Stimulation der Fußsohlen beim Sitzen sehr gern. Unter dem Tisch habe ich immer einen Overball, und sobald sich die Füße ein bisschen langweilen oder ich den Rücken und den Körper aus der gebeugten Haltung aktivieren muss, stelle ich einen oder beide Füße auf den Ball. Ich versuche, die Fußsohle an die Oberfläche des Overballs anzupassen, und dann versuche ich, ihn zwischen beiden Füßen zu greifen.
Oder ich drücke in ihn hinein: mal drücke ich den Spann in den Ball und dehne ihn, mal schicke ich die Zehen in den Ball und dehne so die Fußsohle und die Achillessehne, während der andere Fuß den Ball festhält, damit er nicht wegrollt … kurz gesagt: Die Füße spielen eine Weile mit dem Ball.

Jahrelang habe ich für Studierende gesundheitsorientierte Übungen geleitet, die auf die Regeneration von Rücken und Füßen ausgerichtet waren. Einige von ihnen haben heute selbst Kinder und kamen mit ihnen zur Beratung. Als sich das wiederholte, kam mir die Idee, alle Tipps und Übungen mit Kindern aufzunehmen und einen übersichtlichen Kurs auch für weitere kleine neugierige Entdeckerinnen und Entdecker und ihre Eltern zu erstellen.

Ja, ich nutze sie ständig! Das ist tägliche, „unter die Haut“ gegangene und freudvolle Praxis. Jeden Morgen starte ich meinen Tag im Bad auf einer der Matten – aktuell machen mir die Holzpyramiden der Marke FORESTONES besonders viel Freude. Und wenn man schneller wach werden muss, bringen Massagebälle, z. B. NABOSO NEURO BALL, die Füße perfekt in Schwung.
Bei meinen Seminaren habe ich dann eine riesige Menge an Hilfsmitteln dabei. Das alles können die Teilnehmenden den ganzen Tag über ausprobieren und dabei regelrecht berauschende Gefühle von „aufgewachten“ Fußsohlen erleben.

Ich verfolge Neuigkeiten in der Branche und probiere alles sofort an mir selbst aus. Zuerst habe ich in Prag interessante Zehenschuhe entdeckt – das ist gut 12 Jahre her –, sie hatten eine dünne Vibram-Sohle und haben mir großartig gepasst. Große Zufriedenheit, eine Revolution im Vergleich zu normalen Schuhen. Man konnte darin aber keine Socken tragen. Dann wurden in einem versteckten Laden handgenähte, etwas unbeholfene Schuhe ohne Absatz verkauft – das war das erste Modell von Ahinsa. Damit konnte man sie auch mit Socken bei kälterem Wetter tragen. Auch die habe ich sofort ausprobiert, bis heute habe ich sie als Rarität. Der nächste Versuch waren dann kurz darauf Vivo-Schuhe von naBOSo.
Nach den Anfängen mit Zehenschuhen habe ich gejubelt, als ich 2015 plötzlich bei uns in Prag 6 einen neuen Laden mit Barfußschuhen gesehen habe. Ich bin sofort hineingegangen und habe dort Enthusiastinnen und Enthusiasten getroffen, die auf einer ähnlichen Wellenlänge waren. Sogar Zehensocken für meine Schuhe hatten sie dort. Seitdem arbeite ich sehr gern mit naBOSo zusammen.

Barfußgehen und der Umstieg auf alternative Schuhe (Barfuß- und Zehenschuhe) haben meine Wahrnehmung der Füße deutlich zum Besseren verändert. Ich trage diese Schuhe vor allem beim Gehen in der Natur, insbesondere im Berggelände. Seitdem habe ich mich auch nicht mehr verletzt.

Den Rückzug von spitzen Schuhen und Schuhen mit Absatz hin zu Schuhen mit Platz für Fuß und Zehen sehe ich nicht als Modetrend, sondern als Rückkehr zur Normalität. Endlich eine Lösung für alle, die ihr Leben lang von Schuhen gedrückt wurden, es aber wegen des modischen „Diktats“ ausgehalten haben. Jetzt haben sie zum Glück mehr Möglichkeiten: Sie können nicht nur aus vielen Barfußschuhen wählen, sondern finden auch unter „klassischen Schuhen“ passendere Formen.

Ja, das kann man – allerdings mit einer gewissen Empfehlung. Gesunde Kinder- und Jugendfüße schaffen den Umstieg auf Barfußschuhe meist sofort und ohne Probleme.
Wer gesundheitliche Probleme und Schmerzen in den Füßen hat (zum Beispiel wegen abgesenktem Fußgewölbe, Hallux valgus usw., meist ältere Menschen), sollte die Füße erst ein wenig trainieren, bevor er oder sie umsteigt. Also die Zehen mobilisieren und die Muskeln der Fußsohle trainieren, damit die Füße die natürliche Belastung beim Gehen in Barfußschuhen ohne Überlastung bewältigen. Gut vorbereiteten Füßen kann der Schuhwechsel dann aber viele Vorteile bringen.
Für Menschen mit Diabetes und Neuropathie sind Barfußschuhe nicht geeignet – hier ist auf jeden Fall eine Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt nötig.
Wenn ich irgendwo auf einen Pfad stoße, „koste“ ich ihn sehr gern sofort mit den Füßen und prüfe, wie sich die Fußsohlen darauf fühlen und was sie dort finden. Wenn mich ein Abschnitt des Pfads unerwartet überrascht, freue ich mich jedes Mal.
In meinem Häuschen habe ich meinen eigenen Pfad – kompakt und schnell zu transportieren, lass dich gern inspirieren!

Ich trage sehr gern meine schwarzen leguano-Ballerinas LEGUANO STYLE TANGO, weil sie wirklich zu allen Kleidern passen, die ich habe, aber auch zu Hosen. Kurz gesagt: Wenn ich nicht weiß, was ich anziehen soll, ist das damit sofort gelöst. Ich gehe mit ihnen überallhin, wo es mich in der Stadt hinzieht: schnell reinschlüpfen, wenn ich zur Arbeit eile, ins Theater mitnehmen – und auch einen Spaziergang durch Prag meistern sie problemlos.
Zum Radfahren ziehe ich am liebsten MERRELL VAPOR GLOVE 4 an. Sie sind federleicht, flexibel und sitzen schön auf dem Pedal. Ich kann darin die Zehen gut spreizen – wenn ich also Druck gebe, habe ich eine gute Unterstützung, um die Bewegung über die ganze Fußsohle zu verteilen, und die Füße reagieren darin perfekt.
Kümmere dich nur um die Teile deines Körpers, die du gesund erhalten willst! P.S. Wenn du den Rest deines Lebens nur noch liegen möchtest, brauchst du die Füße eigentlich auch nicht. :)
PaedDr. Vladana Botlíková, CSc.
Ausbilderin und Trainerin für gesunde Bewegung. Ich bin Autorin von Online-Kursen für Erwachsene und Kinder. Meinen Klientinnen und Klienten vermittle ich die Kunst der Selbsthilfe durch Bewegung. Ich zeige euch, wie ihr Schmerzen (nicht nur) in den Füßen loswerdet und wieder einen gesunden Körper und einen leichten Schritt genießen könnt.

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