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Wir haben die Kinder-Sneaker Rayve Cupertino getestet – ideale Schuhe für die Schule, den Spielplatz und Ausflüge. Getestet wurden sie von Physiotherapeutin Hanka Tonarová mit ihren Zwillingen.
| Getestetes Modell | RAYVE CUPERTINO JUNIOR Pink |
| Einsatzbereich | Freizeit, Schule, Natur |
| Obermaterial | Veloursleder + Textil |
| Futter | seidiges Mesh für besseren Feuchtigkeitstransport |
| Sohle | 5 mm flexible, rutschfeste und abriebfeste Gummisohle |
| Passform | geräumig im Zehenbereich, geeignet für normale bis breitere Füße, für fächerförmige Füße |
| Schafthöhe |
niedrig |
| Farbvarianten | schwarz, blau, rosa |
| Verfügbare Größen | 23–35 |
| Preis | ab 1 690 Kč |
| Testbedingungen | Schule, Ausflüge, Stadt, Spielplatz, Sportunterricht |
| Hersteller |

Zur Marke Rayve habe ich eine sehr persönliche Verbindung. Ich mag sportliche Schuhe und schätze ein Design, das Schuhe trotz breiter Zehenbox schön aussehen lässt. Außerdem haben meine Kinder ihre ersten Sportschuhe von Rayve schon damals getestet, als es die ersten, noch nicht verkäuflichen Prototypen gab. Auf Basis (nicht nur) unserer Rückmeldungen wurden sie nach und nach so angepasst, dass sie Kindern einfach möglichst gut passen. Nach einiger Zeit entstanden neben den sportlichen Catbourne auch diese schönen City-Modelle Cupertino und weitere Modelle inklusive Bilbao – und so tragen meine Kinder inzwischen das ganze Jahr über nur noch Rayve und wollen keine anderen mehr.
Das Modell Cupertino bietet sich als Schuh für die Schule an, mit dem sie richtig was hermachen. Aber weil es eben Kinder sind und sie sich nicht ständig für andere Aktivitäten umziehen oder umschuhen wollen, tragen sie ihn oft auch zum ganz normalen Draußen-Rumrennen, auf den Spielplatz, zum Fahrradfahren, Rollerfahren oder zur Oma – und trotzdem sind die Schuhe selbst nach einer ganzen Saison noch in einem top Zustand. Mein Sohn hat sie in Schwarz und hat von Frühling bis Herbst praktisch keine anderen Schuhe getragen. Meine Tochter hat die ganz hellen lila-rosa, die sie auch mit anderen Modellen abwechselt.
Rayve Cupertino sind niedrige Schuhe für den vielseitigen Einsatz. Sie sind ausreichend flexibel und haben eine perfekte Form, damit die Zehen arbeiten können. Die Kante an der Großzehenseite ist gerade – so kann sich auch ein längerer Großzeh problemlos gesund abstoßen und auf natürliche Weise kräftiger werden. Wird der Großzeh in einem ungeeigneten Schuh nämlich zu den anderen Zehen hingezogen (liegt also nicht in Achse mit seinem Mittelfußknochen), nutzt sich sein Gelenk schneller ab und der Abstoß ist weniger effizient. Natürlich haben auch die anderen Zehen königlich viel Platz – selbst wenn der Fuß fächerförmig ist.
Natürlich haben sie keinen Absatz und keinen Drop (Nullsprengung) – dadurch stören sie die natürliche Körperhaltung von Kindern nicht.
In der Praxis stoße ich oft darauf, dass Kindern Schuhe an der Ferse nicht richtig sitzen – und das kann dann leicht das Gangbild negativ beeinflussen. Die Ferse sollte seitlich im Schuh keinen unnötigen Spielraum haben. Nur: Wenn man Schuhe kauft, die im Zehenbereich ausreichend breit sind, bleibt bei Kindern mit fächerförmigen Füßen oft eine zu breite Ferse übrig. Genau hier sind Rayve großartig! Trotz breiter Zehenbox haben sie für die meisten Kinder eine genau passende Ferse. Außerdem sorgt die schalenförmige Sohle mit scharfen Außenkanten dafür, dass die Ferse fest „sitzt“ – sie hält leichter die Fersenachse und lässt sie nicht so schnell in eine Valgusstellung kippen.
Das Obermaterial ist eine Kombination aus Veloursleder, Textil und präziser Verarbeitung. Die Füße meiner Kinder schwitzen darin definitiv nicht. Sie haben elastische Schnürsenkel und einen Klettverschluss – dadurch lassen sie sich für Kinder sehr bequem anziehen.
Die Sohle ist 5 mm dick – damit ist der Fuß geschützt und kann trotzdem den Untergrund spüren und darauf reagieren. Das ist eine der wichtigen natürlichen Funktionen des Fußes, die langfristig Verletzungen vorbeugen kann. Als meine Tochter die Rayve zum ersten Mal angezogen hat, sagte sie, sie seien „flauschig“. Es hat einen Moment gedauert, bis ich verstanden habe, was sie meinte: Im Vergleich zu den Schuhen, die sie vorher getragen hatte, fühlten sie sich weich beim Auftreten an. Deshalb nimmt sie sie auch problemlos zum Sportunterricht – und dank der weißen Sohle sind sie in der Turnhalle erlaubt.
Mein Sohn trägt seine schwarzen Cupertino in die Schule – sie passten aber auch super zum Anzug oder zu Jeans mit Hemd, im Sommer problemlos zu Shorts, an kühleren Tagen auf Ausflügen auch zu Softshellhosen. Seine Schuhe haben viele Kilometer in der Stadt und bei Ausflügen in der Natur gesammelt, sind sicher durch seine Lieblingspfade und durchs Gebüsch gegangen, haben unzählige Stufen auf Aussichtstürme erklommen, viele Kletter- und Seil-Hindernisse gemeistert – und sogar einen Kinder-Triathlon hat er in ihnen absolviert.
Die „lila“ Mädchen-Schuhe waren unzählige Male in der Schule, auf dem Spielplatz, beim Einkaufen, im Museum – am häufigsten zu Shorts oder einem Overall. Zeitweise haben sie sogar als Sportschuhe ausgeholfen.
Die Gummisohle rutscht im Alltag normalerweise nicht, allerdings haben die Schuhe kein starkes Profil – zum Beispiel im Wald bergauf auf Nadeln kann es rutschig werden. Eine ideale Gelegenheit, den ganzen Körper einzusetzen, die Hände zur Unterstützung zu nutzen oder extrem zu stabilisieren … Im Grunde machen sie dabei ganz natürlich ein kleines Workout – und das stört mich aus physiotherapeutischer Sicht überhaupt nicht. Wenn sie aber im Wald dynamische Spiele spielen würden, schnell sein müssten, blitzartig losstarten oder unerwartet abbremsen und die Richtung wechseln, wäre ein stärkeres Profil nötig.
Beim Reinigen und Pflegen sind wir eher pragmatisch. Oft merken wir morgens in der Hektik, dass mein Sohn sie komplett voller Schlamm hat – und dann retten wir sie auf dem Weg zum Bus schnell mit einem Feuchttuch. Trotzdem sind sie nach einer ganzen Saison (andere Schuhe hat er fast nicht getragen) in einem richtig schönen Zustand; nur ein paar Buchstaben vom Rayve-Schriftzug lösen sich. Mit etwas mehr Pflege, wie empfohlen, wären sie vermutlich fast wie neu. Meine Tochter hat natürlich die wunderschönen, sehr hellen rosa-lila Schuhe mit weißer Sohle – da ist die Pflege anspruchsvoller. Wir mussten erst ein bisschen lernen, wie man sie gut sauber hält, und für Feldwege und wildes Toben lieber andere Schuhe anziehen. Deshalb würde ich mir Cupertino auch in einer dunklen Mädchenvariante wünschen.
Mit den Rayve Cupertino sind sowohl ich als auch die Kinder sehr zufrieden. Sie sind durch ihre Vielseitigkeit extrem praktisch, robust, haben eine perfekte Zehenform und sitzen gut an der Ferse, lassen sich leicht anziehen, sind bequem und erfüllen alle Parameter eines gesunden Schuhwerks. Sie sind einfach schön – und außerdem haben meine Tochter und ich dank der Erwachsenenlinie das gleiche Modell. Das macht uns Freude und unterstreicht unsere kleinen Mädchen-Momente.
Rayve kann ich also mit Freude empfehlen – vergiss nur nicht, dass man Schuhe immer nach Fußform und Proportionen des jeweiligen Fußes auswählen sollte. Schuhe müssen wirklich perfekt sitzen. Wenn du einen mittelbreiten bis breiten, fächerförmigen Fuß hast, einen normalen oder leicht höheren Spann und eine durchschnittliche Ferse, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du sie genauso lieben wirst wie wir.
Die Modelle Rayve Cupertino wurden von der Kinder-Physiotherapeutin Hana Tonarová zusammen mit ihren Zwillingen getestet. Hanka hat ihre eigene Praxis HoneyCare.cz, in der sie sich vor allem auf Kinderphysiotherapie, Säuglingsphysiotherapie und Physiotherapie bei Funktionsstörungen von Kinderfüßen spezialisiert. Außerdem hat sie FySport gegründet – ein Projekt, in dem sie Kinder spielerisch darin schult, sich um die Gesundheit ihres Körpers zu kümmern, und ihnen Übungen zeigt, um häufige „Unarten“ auszugleichen, die mit Fehlhaltungen, dem heutigen Lebensstil oder einer nicht idealen psychomotorischen Entwicklung zusammenhängen.

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